Neue Kulturpolitische Strategie

Freitag Abend und Samstag Vormittag (21.-22.1.22) gab es die Auftaktveranstaltung zur Entwicklung einer „Neuen Kulturpolitischen Strategie“ für die Landeshauptstadt Potsdam. Hier gibt dann einen kurzen Bericht dazu. Zu Beginn eröffnete Noosha Aubel die Veranstaltung mit dem Zitat „Kultur ist jeder zweite Herzschlag unseres Lebens“ des Potsdamer Mitbegründers der Akademie der Künste der DDR, Hans Marchwitza (1890-1965), um darauf hinzuweisen wie wichtig der gerade beginnende Prozess ist, der münden soll in einen Beshcluss der Stadtverordnetenversammlung bis zur Sommerpause 2023 (!).

Potsdam als die Hauptstadt der Bürgerbeteiligung (wie eine Teilnehmerin sagte) hatte eine Reihe von Kulturschaffenden und sonstigen Kulturakteuren eingeladen, mitzuwirken bei der Vorbereitung einer Neuaufstellung der Kulturpolitik der Stadt. Nicht dass dies ein Manko ausdrücken soll, im Gegenteil, die so kulturreiche Stadtlandschaft soll sich aus der Fülle der Initiativen heraus weiter entwickeln, wie es die Stadt selber quantitativ und qualitativ erlebt.

In einem sehr effizient (von der Agentur Zebralog) organisierten „Meeting“, an dem am Freitag über 130 Teilnehmer zu sehen waren, wurde mit Zoom und einem umfangreichen Miro-Board aus sehr heterogener Perspektive zusammengetragen, was Potsdamer Kultur ausmacht. Eine Reihe städtischer Einrichtungen waren dabei, wie die SLB, die Musikschule, das Theater, das Naturkundemuseum aber eben auch viele freie Einrichtungen wie Freiland, die Fabrik, das Museum Fluxus und schließlich auch viele selbstständige Künstler und Kulturschaffende.

Es wurden vier Arbeitsgruppen vorgeschlagen und mit Hilfe von Gruppenarbeit schon vorstrukturiert:

  • Kulturförderung
  • Stadtentwicklung – Kultur und Kreativwirtschaft
  • Kulturelle Bildung und Teilhabe
  • Kommunikation und Marketing

Die Bibliothek wird in dem Prozess aktiv dabei sein und hat schon darauf hingewirkt, dass Bibliotheken zum Thema Kulturelle Bildung und Teilhabe für unterschiedlichste Bevölkerungsgruppen (von Kindern und Jugendlichen bis zu Senioren und Personen aus anderen Kulturkreisen“ wichtige Beiträge leisten kann.

Bibliotheken als Motor der Stadtentwicklung ist ja das Herzensthema der aktuellen Bibliotheksdiskussion, die vom Konzept des „Dritten Ortes“ bis hin zur konkreten Stadtteil-Entwicklung und Demokratieförderung in sozialen Brennpunkten geht. Das Thema wurde auch von anderen Diskussionsteilnehmern aufgegriffen. Interessant war insbesondere der Vorschlag im Sinne der Regelung „Kunst am Bau“, einen Prozentsatz an institutioneller Kulturinfrastruktur bei der Stadtteilplanung investiv vorzuschreiben.

Im Februar und März werden die Arbeitsgruppen zunächst 2x tagen, um nach einer Zwischenphase im April/Mai mit weiteren Detailworkshops im Juni zu ihrer Abschlussitzung zu kommen, deren Ergebnisse möglichst konkret in die Planungen der Stadtverwaltung einfließen sollen.

Wir können gespannt sein. An dieser Stelle werden wir weiter berichten.

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